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Der Schwarm - Frank Schätzing

  • 5. Feb. 2016
  • 3 Min. Lesezeit

Alae Mellyn!

Wenn ihr irgendwo in einem Antiquariat oder sogar einer Buchhandlung ein unfassbar dickes Buch mit schwarzem Hardcover-Einband seht, worauf ein großes, rundes, blaues, faszinierendes, ansprechendes, leicht beängstigendes Auge prangt, was euch anzustarren scheint, dann habt ihr den Science Fiction Thriller, "Der Schwarm" vor euch. Es ist ein einziger Schatz, eine Goldgrube und es ist eines dieser Bücher, welches einen mit diesem abartigen Missionstrieb erfüllt und man denkt, die Menschheit könnte nur gerettet werden, wenn alle dieses eine Buch lesen. -Zitat, John Green (Das Schicksal ist ein mieser Verräter). Leider verhält es sich mit "Dem Schwarm" ganz anders. Ganz anders. Meine beste Freundin, zuzeit verweilt sie in Neu Seeland, drückte es mir vor einigen Wochen in die hand und sagte "Ich weiß deinen Ehrgeiz zu schätzen, aber dieses Buch wird dich nicht in einem Tag durchlassen. Für dieses Buch gebe ich dir eine Woche." Challenge accepted. Challenge failed. Okay, für mich. Ich brauchte drei Tage, aber es ist bisher das einzige und ungeschlagene Buch, was mir klar und deutlich zu verstehen gab, dass man manchmal kurze Pausen beim lesen machen muss, oder einen Satz mehrfach lesen muss, weil man erst zu realisieren hat, was der Autor einem sagen möchte. Bravo, das hat davor keines bei mir geschafft!

Vor der Küste bleiben die Wale aus. Der Walforscher Leon Anavak macht sich Gedanken wo sie bleiben, aber noch ist nichts besonders außergewöhnliches passiert. Währenddessen schlägt er sich mit aufständischen Indianern herum, die das Whale Watching sabotieren, da sie der Überzeugung sind, dass es gegen die Rechte der Tiere verstoßen würde, sie den Touristen derart vorzuführen. Vielleicht behalten sie recht und als die Wale endlich auftauchen atmet Anawak auf, aber pötzlich fangen die sonst so sanften und menschenfreundlichen Meeresriesen an, sein Boot anzugreifen. Nur mit knapper Nor überleben sie und sie sind nicht die einzigen, das annormal agressive Verhalten der Wale nimmt überhand. Vor Costa Rica gibt es währenddessen eine Qualleninvasion und vor Norwegen werden von Tina Lund einer Meeresbiologin Würmer gefunden, die sich in das Methanhydrat bohren. Sie zeigt es ihrem Kollegen Sigur Johansson, dieser ist ratlos, so etwas ist vorher noch nie passiert, doch beide spüren, dass draußen auf dem Meer der Zusammenhang liegt, den sie zu verstehen suchen. In der Zeit beginnen die Würmer das Methanhydrat zu destabilisieren und es taucht erstmals die Theorie auf, dass alles gesteuert ist. Auf einmal stoppt der Golfstrom, was erhebliche Probleme mit sich bringen wird. Dessen sind sich die Forscher bewusst und Anavak, Johansson und andere kluge Köpfe kämpfen gegen ihr Unwissen an, während die Amerikanische Regierung von allem Wind bekommt. Eine Vertraute des Presidenten, Judith Li, ihrerseits abartig intelligente Frau die ihre Zeit auf dem Laufband und mit Input vertreibt, nimmt sich der Sache an. Leon Anavak beginnt Wale mit Sendern zu versehen, sodass sie sie überwachen können. Dabei findet er in Walhirnen eine komische Gallerte und kurz darauf stößt ein überwachter Wal auf eine rätselhafte Blaue Wolke mitten im Ozean. Während die Forscher noch völlig verzweifelt versuchen herauszufinden, was es mit der Wolke auf sich hat, kollabiert das Methanhydrat, der Europäische Kontinentalrand rutscht ab und Europas Küstengebiete werden von einem dadurch ausgelösten Tsunami zerstört, bei dem Tina Lund eines grausamen Todes stirbt. Johansson ist am Boden zerstört, da er gerade erst seine Liebe zu Tina gefunden hat und begegnet Anavak. Beide ruft der Krisenstab als die wichtigsten Forscher in das Chateau Wistler wo sie ungestört forschen können und sollen, denn es gilt die Menschheit zu retten. Als könnte es nciht noch schlechter kommen, werden auf unbekannte weise alle Transatlantik und Transpazifikleitungen unterbrochen. In den USA kommen Tiefseekrabben mit giftigen Algen an Land, die Menschen angreifen und sekundenschnell töten. Dadurch werden mehrere Städte zur Todeszone erklärt. Die Wissenschaftler am Chateau Wistler werden von Judith Li aufs strengste überwacht und zu äußester Eile angetrieben, denn Johansson hat eine Thorie entwickelt, die ihre schlimmsten Träume für wahr erklärt.

Ich hoffe, damit habe ich euch genug Anreiz gegeben dieses Buch zu lesen! Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich es mir mitlerweile zweimal überlege im Meer baden zu gehen, denn es ist stellenweise furchtbar gruselig und erschreckend. Aber die ganzen Informationen sind es wert, mittlerweile verstehe ich ziemlich viel über Meerestheologien und sowas... Solltet ihr euch entschließen es zu lesen, kann ich euch nur gratulieren und starke Nerven wünschen!

Cuio Vae, Nathalie!

 
 
 

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