Obsidian - Jennifer L. Armentrout
- 4. März 2016
- 4 Min. Lesezeit

Alaé Mellyn!
Heute habe ich die Empfehlung einer Freundin für euch, dieses Buch wurde mir quasi in die Hand gedrückt, während sie schrie "Lies das!! Es passt so gut zu dir! Es wird dir sooo gut gefallen!" Da ich eine gute und soziale Freundin mit einer Fabile für Bücher bin, habe ich es gelesen. Hier die Rezension und meine Meinung:
Sehr schön ist es, dass die Protagonistin eine von uns ist, eine Buchbloggerin. Nur der Unterschied zwischen ihr und mir ist, dass sie bereits viele Leser hat und ziemlich bekannt ist. Auch wenn ihr oft der Laptop zerstört wird oder andere Gründe, aus denen sie nicht bloggen kann, passieren, das Internet und seine User lieben sie. Katy, genannt Kat oder "Kätzchen" zieht zwei Jahre nach dem Tod ihres Vaters zusammen mit ihrer Mutter in ein einsames Kaff in West Virginia. Direk gegenüber wohnen Zwillinge in ihrem Alter, eigentlich perfekt, aber Katy ist niht besonders solzialwillig und sitzt lieber in ihrem Zimmer, liest und rezensiert die Bücher anschließend (ganz soweit ist es mit mich noch nicht gekommen). Die Zwillinge sind ein Mädchen, Dee ist sehr nett und die beiden merken sofort, dass die Chemie zwischen ihnen stimmt und beide Mädchen werden gute Freunde, aber da ist noch Dee's abartig unfreundlicher aber unverschämt gutaussehender Zwillingsbruder Daemon. Katy, die vorher nie besonders viel mit Jungs am Hut gehabt hat, regt sich gewaltig über Daemons Verhalten auf, der ihr das Wort im Munde herum dreht und sich über sie lustig macht, weil er es gewöhnt ist, dass alle Mädchen springen, wenn er etwas sagt. Das lässt sich Katy aber, schlagfertig und mit guter Situationskomik (die aber an manchen Stellen offensichtlich von der Autorin geplant und nicht immer Seriös eingesetzt wurde) nicht von ihm gefallen, besonders als er ihr den Umgang mit seiner Schwester aus einem nicht verständlichen Grund verbietet und die beiden treiben sich häufig in den Wahnsinn. Dee versucht verzweifelt zwischen beiden Frienden zu stiften und zwingt Daemon mit Katy eine Woche lang zusammen zu verbringen. Auch wenn beide aus ihrem Hass für einenader keinen Hehl machen, ist es offensichtlich, dass hier besser als sonst irgendwo das Sprichwort "Was sich liebt, das neckt sich" hinein passt, beide haben starke Gefühle für einander, die sie schlecht verbergen können, auch wenn Daemon beteuert, dass er nichts mit 'einer wie ihr' zu tun haben will und Katy keine Lust hat mit einem Bilderbuch Macho zusammen zu sein, inden sie aber leider gottes schrecklich verliebt ist. Zwischen den beiden ist es ein Auf und Ab, je nach Daemons Laune und es hätte ewig so weiter gehen können, bis sich die Situation zu spitzt und danach perfekt aufgeht, wie eine gute Romanze. Es ist aber auch Fantasy ein Teil des Genres, also die Liebe steht zwar im Vordergrund, wie ich es mir bei Fantasy Büchern manchmal verzweifelt wünsche (nicht nur so eine Seite, wie sich Arya und Eragon letztendlich finden oder wie beim Herr der Ringe, wo lediglich am Ende des Buches kurz die Liebe zwischenAragorn und seiner Elben Prinzessin beschrieben wird, aber auch nur, weil sie jetzt heiraten und es sonst schlecht zu erkären geworden wäre) aber das Verhälnis von Schlachten, Landschaftsbeschreibungen und Liebesszenen ist ausgeglichen. Bei Obsidian ist es eigentlich ganz gut abgewogen, denn plötzlich lassen sich Daemons Ausrutscher und Katys Aussetzer erklären. Daemon und Dee sind Aliens von einem anderen Planet und einem anderen Sonnensystem, sie hinterlassen Lichtspuren auf Menschen, wenn sie ihre Fähigkeiten vor ihnen nutzen, können sich in einen Lichtball verwandeln, in Lichtgeschwindigkeit bewegen und nennen sich die Lux. Sie werden immer zu dritt geboren, sind unter Kontrolle des VM, des Verteidigungs Ministeriums und können mit Energie und Elektrizität umgehen. Das stellt ein Problem für die Freundschaft zwischen Dee, Daemon und Katy dar, denn beide haben bereits ihre Lichtspuren auf Katy hinterlassen und ihre Erzfeinde, die Arum können diese sehen und verfolgen sie. Zu ihrem Pech leuchtet Katy mittlerweile wie New York bei Nacht und Daeomon, Dee und die anderen Lux in der Stadt müssen sich gegen die Arum verteidigen. Ob das gut läuft ist eine andere Sache, die ihr nur herausbekommt indem ihr das Buch selber lest.
Eigentlich klingt die Story ja gut und ich habe das Buch auch gern gelesen, die Charaktere sind ansprechen und auch, wenn man manchmal am liebsten in das Buch hineinkriechen würde um Daemon eine runterzuhaue, ist es sehr flüssig geschrieben. Auch die Idee, es existiert weiteres Leben im All ist auch schön, gut und ein spannendes Thema, aber wenn die gesamte Exsitens der Lux und Arum auf einer Seite erklärt wird und danach auf fünf Seiten Daemons Lippen, fühle ich mich ein wenig abgestillt, wenn ihr versteht was ich meine. Das wars jetzt und nun gehts weiter in der Liebesgeschichte? Nene, so läuft das nicht, ich als leser wünsche mir Informationen, Erklärungen, was hat das VM denn alles damit zu tun etc. alles ist ein wenig ungenau und ich hoffe, dass sich das in den nächsten Teilen, die ich bald lesen werde aufklären wird.
Zweiter Kritikpunkt, die Story mit dem übernatürlichen, sehr sexy und geheimnissvollen Typ, der sich gegen seine Natur in das unschuldige, stille und unscheinbare Mädchen verliebt, was seinem Charme zwar wiederstehen kann, aber dennoch tiefe Gefühle für ihn hegt, kommt euch das nicht bekannt vor? Jetzt stürmt nicht alle auf mich los und schreit, alles ist alt, nichts ist wirklich neu, klar gab es diese Idee schon immer und Stephenie Meyer hat sie nur am besten niedergeschrieben (ja ich rede von Twilight) aber wenn selbst die Zitate in dem Buch an manchen Stellen die gleichen sind und er einen LKW mit bloßer Hand stoppt, der auf sie zu rast um ihr Leben zu retten, dann möchte ich nur einen kleinen Einwurf machen. Tut mir leid, aber eine andere hat das bereits besser geschrieben. So jetzt habe ich fertig geschimpft, nur noch kurz etwas positives, es geht ja weiter. Wir müssen uns keine Sorgen machen, ganz so gleich kann es gar nicht weiter gehen oder? Bald werdet ihr den zweiten Teil von mir bekommen, (es gibt vier) ich lese ihn schnell für euch und überprüfe alles. Von 10 durch Lichtspuren geschrotteten Laptops vergebe ich 6. Schön geschrieben, aber zu bekanntes Plott.
Cuio Vae, Nathalie!
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