Andere Himmel - China Miéville
- 25. März 2016
- 2 Min. Lesezeit

Alaé Mellyn,
Wow. Was für ein Buch. Also wenn ab jetzt immer so etwas bei rauskommt, wenn man in der Bibliothek einfach wahllos Bücher aus dem Fantasy Regal zieht dann yey! Wobei natürlich der Big Ben auf dem Cover mich definitv mit-überredet hat, es auszuleihen. Mehr davon! Mittlerweile ist China schon 44 aber ich habe gelesen, dass er dieses Meisterwerk der Fantasy bereits relativ früh geschrieben hat. Es ist faszinierend geschrieben und die Ideen sind meist so komplitziert, dass man ihnen nur schwerlichst folgen kann, doch die Mühe es zu verstehen, ist dieses Buch wert!
Ich kann euch hier nicht wie sonst eine kurze Übersicht des Buches geben, denn es besteht aus lauter Kurzgeschichten, aber ich habe mir überlegt, euch einfach eine davon, welche mir persönlich am besten gefallen hat, nahezulegen. Sie heißt "Detail". Auch in dieser Story ist es unlglaublich schwer am anfang hineinzukommen, also in den Lesefluss. Miéville lässt vieles offen und erzählt um die eigentlichen Geschehnisse herum. Beschreibt das Haus, die seltsame Frau die darin wohnt, den Jungen, welcher von seiner Mutter geschickt wird, der Frau vorzulesen und ihr das Essen zu bringen. Dies spielt sich immer recht bizarr ab, der Junge meldet das Essen an, die Tür geht für eine Sekunde auf, sie schnappt es sich und die Tür ist wieder zu. Irgendwann erzählt sie ihm ihr Geheimnis. Miéville zögert das alles ungelaublich herhaus und man ist beinah versucht abzubrechen und das Buch einfach wegzulegen, lässt es aber dann doch, weil man schon die anderen Kurzgeschichten gelesen hat und seinen Stil mittlerweile versteht.
Habt ihr schon einmal in die Wolken geschaut und darin Menschen, Monster oder einfach Gesichter gesehen? Tja, schonmal darüber nachgedacht, dass diese Echt werden und euch verfolgen, in jedem Stoff wecher fähig ist Muster aufzuweisen? Das passierte dieser Frau, sie öffnete das Fenster und überall war nun das Monster. Sie konnte ihm nicht entkommen, denn es versteckte sich in dem Muster der Maschen eines Pullovers und in der Mauer am Haus gegenüber.
Letztendendes floh sie in ein Haus, kaufte es und renovierte es blind, denn sie wagte es nicht, die Augen zu öffnen. Das Zimmer in welchem sie jetzt wohnt ist weiß und ohne Ecken. Alles ist rund und geht so ineinander über, dass sie nichts zu befürchten braucht, selbst der Pudding, welchen ihr der Junge bringt ist so gemacht, dass keine Muster entstehen können. Er ist ganz weiß, wie der Rest ihres Lebens.
Und die Moral von der Geschicht, seht niemals in die Wolken nicht! Ein wenig geschockt hat mich das alles schon, aber Miéville schreibt so gut, dass man auch irgendwie überhauptnicht getröstet ist, ihm aber die verstörten Charaktere verzeit. Wenn ihr wirklich, wirklich gute Fantasy Kurzgeschichten lesen wollt, die in London spielen und mit Monstern zu tun haben, dann lest dieses Buch. Seit nicht zu ärgerlich, wenn ihr eine Story garnicht versteht, ging mir genauso. Lest erst die anderen und dann könnt ihr weitersehen. Ich vergebe von Zehn Kurzgeschichten, alle Zehn an euch! :)
Cuio Vae, eure Nathalie!
Kommentare